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 Türkei Kas
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Türkei

Tauchen in Kas

 

Die Stadt Kas liegt ziemlich genau zwischen den Städten Dalaman und Antalya. Normalerweise ist Dalaman der Zielflughafen und der Transfer dauert knapp 3 Stunden. Dabei kann man schon bei der Busfahrt die beeindruckende Landschaft der Südtürkei genießen. Einige Paßstraßen erinnern an die Alpen. Und die Küstenstraße zwischen Kalkan und Kas (ca. 25 km) macht ersten Hunger auf Tauchgänge.Speziell in den Sommermonaten ist man unter Wasser auch bestens aufgehoben. Die Tagestemperaturen im August erreichen leicht mehr als 40 Grad. Das Wasser ist mit 28 Grad auch nicht gerade kalt. Und das oft bis in 30 Meter Tiefe.
Die  Hotels  vor  Ort haben  einen  guten  Standard, der ein oder andere Mangel wird durch die türkische Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft des Personals mehr als wettgemacht. Dabei sind die Türken sehr kommunikative Menschen. Sie reden gerne, speziell mit potentiellen Kunden.

 

 

In Geschäften wird man da schnell angesprochen, für manchen Geschmack vielleicht zu schnell. Aber davor sollte man keine Angst haben und sie sind auch nicht böse, wenn man am Ende nichts gekauft hat.

Der geräumige Hafen von Kas ist zugleich auch "Flugplatz" für die Gleitschirmflieger. Mit den erfahrenen Piloten sind auch Tandemflüge möglich die von den, direkt hinter Kas, aufragenden Bergen starten.

Bei den Tauchbasen ist da schon mehr Unterschiedliches zu finden. Von ausgesprochener Freundlichkeit der Basenleiter bis hin zu dominantem auftreten. In der Regel sind aber alle bemüht die Taucher zufrieden zu stellen. Tauchplätze rund um Kas gibt es jede Menge. Dabei wirken diese nur auf den ersten Blick wenig beeindruckend. In jedem Fall sollte man eine Tauchlampe mit wenigsten 30 Watt Leistung dabei haben, denn die wahre Schönheit des Gebietes liegt in und unter den Felsen verborgen. Allein von oben betrachtet bietet der felsige Untergrund graue bis dunkelgrüne Farbtöne. Erst im Licht der Lampe zeigt sich dann die volle Farbenpracht.  Hier muß man auf die kleinen Dinge achten und diese sind reichlich zu finden. Kraken, Krebse, Krabben, Schnecken und Muränen erfordern allesamt das aufmerksam suchende Taucherauge.    Umso mehr freut man sich dann über die Entdeckungen die man macht.  Aber außer den kleinen, farbenfrohen Dingen bieten die Tauchplätze auch beeindruckende Landschaften mit Höhlen und Canyons. Auch Großfische sind nicht selten, vor allem Zackenbarsche, aber auch größere Thunfische die teilweise sehr

 

Hakan, der Chef der Sirena Tauchbasis mit seiner jüngsten Tochter.

neugierig sind. Obwohl diese keinesfalls angefüttert sind kann es schon mal vorkommen dass man von ihnen eingekreist wird. In aller Freundschaft versteht sich.
 

Die Sirena im Hafen auf See und die "Vip Lounge"
     

 

Ein besonderes Highlight sind darüber hinaus noch die vielen Schwämme, die teilweise eine beachtliche Größe erreichen.  Und dann wären da ja noch die Amphoren, die man überall findet. Ob in Scherben oder im Stück, klein oder groß, einzeln oder in ganzen Feldern sind diese Zeugnisse der Vergangenheit überall anzutreffen. Tatsächlich sind aber keineswegs all diese Amphoren durch Schiffsunglücke ins Meer gelangt. Viele wurden mit Absicht versenkt. Dabei ging es weniger um die Amphoren, als mehr um deren Inhalt.    Teilweise sind die Amphoren mit dem Untergrund verwachsen, viele liegen aber frei.  Und könnten durchaus geborgen werden. Hiervon ist aber dringend abzuraten. Die türkischen Behörden verstehen in Sachen antike Funde absolut keinen Spaß und die etwaige  Sammelleidenschaft eines Tauchers kann da böse Folgen haben. Die Basen achten jedoch sehr genau darauf, dass hier nichts passiert.

Ganz ohne Wracks geht es aber auch in Kas nicht. Berühmt geworden ist zum Beispiel das Jagdflugzeug. Ob als Wrack an sich, oder durch die Tiefe von bis zu 70 Metern, darf dabei gefragt werden. In jedem Fall ist es aber interessant und speziell die drei gewaltigen, gut erhaltenen Motoren mit kompletten Propellern, sind einen kleinen Abstecher, länger als 5 Minuten sollten es nicht sein, wert.   Etwas angenehmer zu betauchen ist das namenlose Wrack, das am Ende eine Canyons in wenig mehr als 25 Meter Tiefe liegt. Es ist hier auf das Riff gelaufen, zerbrochen und nur noch ein ca. 30 Meter langes Stück ist erhalten. Dann gibt es noch ein kleines Holzwrack an dem es außer sehr aufdringlichen, kleinen Zackenbarschen noch ein Amphorenfeld gibt und ein antikes Wrack. Letzteres ist kaum noch erkennbar, aber überaus gut bewohnt. So gut, dass die 30 Minuten auf wenig mehr als 30 Quadratmetern nicht eine Sekunde langweilig waren.

 

 

Ein ganz besonderes Erlebnis war jedoch der Tauchgang in der Süßwasserhöhle. Diese Höhle liegt direkt an der Küste, unweit von Kas. Der Eingang liegt in  6 Meter Tiefe und ist knapp doppelt so groß wie ein Wohnzimmer. Steigt man langsam zur Wasseroberfläche auf, wird es plötzlich glasklar und die Wassertemperatur sinkt auf ca. 10 Grad! Diese, auf dem Salzwasser aufliegende Schicht Süßwasser ist ca. 2 Meter dick und absolut glasklar. Der Untergrund ist felsig und wirkt wie poliert. Taucht man auf, gelangt man in eine Domartige Halle. Die Luft ist dabei überraschend gut, so dass eine Belüftung vermutet werden kann.  Interessant ist, dass einige rote Rifbarsche anscheinend gelernt haben sich in dem kalten Süßwasser zumindest zeitweise wohl zu fühlen.

 
 
     
     
 

Auch außerhalb des Wassers ist die Türkei ein angenehmer Ort. Man kann die Abende ruhig ausklingen lassen, oder die Bars oder Diskotheken besuchen. Diese sind oft auch kleine Freiluftanlagen, die direkt in die felsige Küste gebaut sind.

An Tauchfreien Tagen kann man auf historische Entdeckungsreise gehen und die antike Ruinenstadt Stadt Xanthos besuchen. Auch die versunkene Stadt, die nur mit dem Schiff erreichbar ist, ist eine empfehlenswerte, gemütliche Tour. Als Bildungsmaßnahme darf der Besuch der Nikolauskirche und des Amphitheaters nicht fehlen. Aber auf keinen Fall sollten man auf einen Besuch in Sakklikent verzichten. Dieser beeindruckende Canyon ist in jedem Fall eine Wanderung wert.

Der Canyon von Sakklikent

 
         

Entspannung und Gemütlichkeit

Edmund Riedel   Der Autor beim Wasserpfeifentest

 

 

Türkei, Kas

östliches Mittelmeer

zwischen Dalaman und Antalya

 
 

(c) Herbert Haß (Feb. 2005)

Unterwasserfotograf: Edmund Riedel

 

Die türkische Stadt Kas ist im Angebot vieler Reiseveranstalter wie z.B. Öger Tours

Spezielle Tauchreisen sind auch buchbar über Barakuda Tauchreisen

siehe: Barakuda.de

 

Das Video zur Tour! www.bullscreen.de