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Barakuda Tauchsafari |
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Nordtour 2009 |
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Man stelle
sich vor, man sitzt im Büro und der Chef schlägt eine Reise
vor, bei der man vorwiegend das tun soll, was man eh jeden
Tag macht. Gewissermaßen einen Arbeitsurlaub also.
Niemand, der sein 25jähriges Dienstjubiläum hinter sich hat,
würde sich da wohl in Freudentänzen ergehen.
Nun ja, wir sind nicht im Büro und Tauchen ist weit
entfernt von staubigen Akten und lästig summenden Computern.
Kein Wunder also, dass das Angebot, eine Tauchsafari für Tauchlehrer
zu veranstalten, eine gewisse Resonanz gefunden
hat.
Und nur wer sich rechtzeitig angemeldet hatte, durfte als
einer von 16 auf der Ghazala Voyager einchecken.
Das Schiff empfing uns bei bestem Wetter im
Hafen von Sharm el Sheikh. Und das Einzige, was wir zu
schleppen hatten, waren wir selbst. Denn nach Taschen und
Koffern hatten schon am Flughafen hilfreiche Hände der Sinai
Divers gegriffen. |
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Nach einem wohltuend unbürokratischen Einchecken und
Beschnuppern der Unterkünfte, gab es erstmal was zu essen.
Und dem Essen folgte eine gemütliche Unterhaltung, bei der
man sich gegenseitig vorstellte und am Ende auch schon mal
die ersten Pläne für den Verlauf der Tauchtour schmiedete.
Tja, auch als Tauchlehrer schläft man nicht jeden Tag auf
einem Schiff. Und obwohl es im Hafen lag, sorgte das fremde
Bett, das einen sanft im Spiel der Wellen wiegte und nicht
zuletzt das ständige Kommen und Gehen von Schiffen, für einen
recht wachen Schlafzustand.
Umso leichter fiel das morgendliche Aufstehen, getrieben von
Neugier und Erwartung, denn ein fester Plan für die Route
der Tauchtour existierte nicht. Dies ließ natürlich
Spielraum für den ein oder anderen Wunsch. Zwar gehörte der
obligatorische Checkdive nicht dazu, ist aber auch für
Tauchlehrer ein sinnvolles Unterfangen.
Ras Kati hieß daher der Tauchplatz, den die Voyager anlief.
Nicht weit vom Hafen entfernt, war der erste Tauchgang der
Tour sozusagen ein letzter Test, bevor man für die nächsten
6 Tage den heimatlichen Hafen verließ.
Leider war es nicht für alle ein erfolgreicher Test. Und die
Ruptur eines Trommelfells bedeutete für einen der Teilnehmer
das taucherische Aus. Umso bewundernswerter war die Haltung,
mit der er dies ertrug und mit dennoch guter Laune zur guten
Atmosphäre an Bord beitrug.
Nachdem die Sonne im November auch in Ägypten recht früh und
überdies sehr schnell untergeht, stand sie schon recht tief
am Himmel, als das Schiff den Nationalpark Ras Mohammed
erreichte. |
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Und nach einem ausführlichen Briefing startete der dortige Tauchgang
am Yolanda Riff, an dessen westlicher Seite uns die Zodiacs
absetzten. Über die Überreste der dort gesunkenen Yolanda,
deren Hauptrumpf nun allerdings auf 160 Meter Tiefe liegt,
ging es zur küstennahen Seite des Shark Riff und von dort
weiter zu Anemone City.
Getragen von einer sanften Strömung, die dabei half, während
nur eines Tauchgangs insgesamt drei Tauchplätze zu besuchen.
Besonders schön war dabei die überaus dichte Population an
mit Clownsfischen besetzten Anemonen, die dem Platz Anemone
City zu seinem Namen verhalfen. Kaum zurück auf der Voyager
gab es noch auf dem Tauchdeck leckeren Orangensaft, während
im Salon bereits ein ebenso leckerer Snack bereit stand. Und
während man diesen genießen konnte, war das Schiff schon
wieder auf dem Weg zum nächsten Platz, den wir |
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kurz vor Sonnenuntergang
erreichten. Am letzten der Türme des Alternative Riffs,
sinnigerweise als Last Alternative bezeichnet, machte die
Crew das Schiff an fest installierten Ankerseilen fest.
Eine knappe Stunde später und damit weniger als zwei Stunden
vom Abendessen entfernt, ging es zum Nachttauchen. Und auch
hier war wieder Strömung zu verzeichnen. Beim Nachttauchen
eher störend als hilfreich, sucht man da schon mal gerne den
ein oder anderen Strömungsschatten, um Rotfeuerfische oder
schlafende Papageifische in Ruhe beobachten zu können. |
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Sie mag Papageifische |
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Er mag keine Muränen! |
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Kaum zurück und frisch getrocknet, lockte
das Abendessen und anschließend die Planung des nächsten
Tages. Um die geplanten drei Tauchgänge pro Tag überhaupt
durchführen zu können, hieß es, früh anzufangen. Und früh
bedeutete um 6:15 Uhr im Wasser zu sein. Also ernst
gemeintes Wecken um 05:30, durchgeführt durch vernehmliches
Klopfen an der Kabinentür.
Wobei das Schiff schon vorher vom Liegeplatz los gemacht
hatte und auf Fahrt Richtung Dunraven gegangen war.
Und der sich hier schon abzeichnende Rhythmus sollte die
ganze Tour über Bestand haben. Was übrigens die Frage nach
der Uhrzeit recht schnell überflüssig machte. Denn den
Tagesablauf konnte man mit Hell, Dunkel und Glocke gemütlich
in die drei primären Zeiten aufteilen. Wobei das Aufstehen
meist kurz vor Hell stattfand, das Schlafen jedoch deutlich
nach Dunkel, wahrscheinlich so gegen 22:00 Uhr, genau weiß
ich es nicht. Und überhaupt, wen interessiert's?
Was die Glocke betrifft? Nun ja, da gab es zwei
Alternativen. Läutete sie, bedeutete es Briefing (Tauchen)
oder Essen. Nichts anderes. Und es gab Tage, da läutete sie
achtmal. Und es gab Momente, da stand man noch im Tauchanzug
an Deck, da läutete sie schon zum Mittagessen oder zum nachmittaglichen Snack. Nach meiner Definition der Bordzeit,
also der kurz vor Dunkel Imbiß..... |
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Bruchstelle am Eingang zum
Maschinenraum der Dunraven |
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Es ist fast zum Schreien. Schade, dass die Dunraven kieloben
liegt. Die Mischung aus Dampf- und Segelschiff ist 1876
gesunken und noch wirklich gut erhalten.
Dabei sogar, mit Ausnahme des abgebrochenen Bugteils, über
die gesamte Länge innen recht bequem zu betauchen. Und würde
es nicht kieloben liegen, wäre es eine noch um einiges
bessere Kulisse für Fotografen und Filmer.
Dennoch ist das Betauchen des Wrack ein Erlebnis, besonders
an der Bruchstelle und im Heckbereich mit der Schraube und
dem wirklich gewaltigen Ruder. Doch die Dunraven war nur der Beginn.
Gleich nach dem Tauchgang ging die Ghazala Voyager auf Westkurs. Kreuzte den Kanal, der die Sinaihalbinsel von
Afrika trennt, mit den vorgelagerten Riffen von Abu Nuhas. Noch vor dem Mittagessen tauchten wir zur Carnatic. |
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Gleichfall,s wie die Dunraven, ein mehr als 100 Jahre altes
Dampf- und Segelschiff. Dabei liegt die Carnatic jedoch auf
der Backbordseite und weist insgesamt weniger Beschädigungen
auf. Allerdings sucht man auch hier Aufbauten vergebens, was
aber konstruktionsbedingt schiffstypisch ist. Überdies ist
der Platz noch bekannt für häufige Delfinsichtungen. Und
tatsächlich war das ein oder andere Geräusch zu hören, so
dass man glauben konnte, dass sie zumindest in der Nähe
waren. |
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Am Heck der Carnatic |
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Ghiannes D. achtern steuerbords |
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Den Abschluß des Tags bildete die
Ghiannes D. Das Schiff ist wie die Carnatic aufs Riff
gelaufen und gesunken, steht jedoch mehr oder weniger
aufrecht. Das Heck ist sehr gut erhalten, das Mittelteil
jedoch kaum mehr als ein Haufen Schrott. Der Bug hingegen
ist wieder in gutem Zustand.
Am interessantesten bleibt aber das Heck, in welches man
auch hinein tauchen kann. Selbst ein Abstieg in den
Maschinenraum ist möglich, den man anschließend über die
Bruchstelle wieder verlassen kann.
Es ist zwar keine Herausforderung die Brücke zu betauchen,
aber es kann einem im wahrsten Sinne des
Wortes die Optik knicken. Der Umstand, dass sich das
Wrack in einer Schräglage von gut
45 Grad befindet, bringt beim Tauchen in der
weiträumigen Brücke den Gleichgewichtssinn ins Schwitzen.
Denn die Fensterfront simuliert eine optische Horizontlinie,
die dem allgemeinen horizontalen Tauchgefühl deutlich
widerspricht. Und nicht wenige sind versucht, beim Verlassen
der Aufbauten ein Gefühl der Irritation regelrecht
abzuschütteln.
Normalerweise erwartet man im Roten Meer Sichtweiten von
mehr als 30 Meter. Eine Sichtweite, die auch beim Abstieg
zur Rosalie Moller zu sehen war. Allerdings nur die ersten
20 Meter, denn als die Umrisse des Wracks aus tiefblauem
Nichts auftauchten, reduzierte sich die Sichtweite auf etwa
15 Meter. Und dennoch, oder gerade deswegen, war es ein
beeindruckender Tauchgang. Und ein überaus lebendiger. Egal,
wo man hinblickte, zeigten sich Schwärme von Fischen. So
viele, dass selbst die nachtaktiven Rotfeuerfische sich
Logenplätze suchten und dem Treiben um sie herum zusahen,
als wäre es ein besonders sehenswerter Kinofilm.
Das Wrack selbst ist bestens erhalten und steht aufrecht in
45 Meter Tiefe. Allerdings ist es nicht empfehlenswert
tiefer als das Hauptdeck zu tauchen, was eine
Durchschnittstiefe von 33 Meter bedeutet. Auch eine komplette
Erkundung des Wracks ist wenig sinnvoll. Stattdessen sollte
man sich für den vorderen, oder hinteren Teil entscheiden
und diesem dann die vollen 20 Minuten Grundzeit, die man
hier hat, gönnen. |
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Steuerbordreling der Rosalie Moller |
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Fischschwärme im Bereich der Aufbauten |
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Die Thistlegorm hingegen ist ein Wrack,
das erstmalig von Jaques Cousteau betaucht und dokumentiert
wurde. Für das Sporttauchen wiederentdeckt wurde es durch
eine Expedition des ZDF, Mitte der 90er Jahre. Seitdem ist
die Thistlegorm wohl das beliebteste Wrack im Roten Meer und
wird entsprechend betaucht. Was bedeutete, dass schon um
10:00 Uhr nicht weniger als 7 Schiffe am Tauchplatz waren.
Allerdings ist die Thistlegorm groß genug, so das sich auch
größere Gruppen bequem über das Wrack verteilen können.
Dabei muß man jedoch immer mit Strömung rechnen, die an
diesem Tag von steuerbord nach backbord über das Wrack zog.
Allerdings ist es einfach bei den imposanten Aufbauten der
Thistlegorm ausreichend Strömungsschatten zu finden, um ohne
große Anstrengung vom Bug bis zum Heck zu kommen. So kann man
den ersten Tauchgang für eine äußere Erkundung des Wracks
nutzen, wobei man sich zwischen 17 und 28 Meter Tiefe
bewegt. |
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Den zweiten Tauchgang, den man hier
unbedingt machen sollte, führt einen dann ins Innere des
Wracks.
Und lohnenswert sind hier die beiden großen Laderäume im
Vorschiff.
Zwar ist es vielleicht nicht jedermanns Vergnügen, sich
taucherisch in engen Räumen zu bewegen, jedoch ist es hier
wirklich empfehlenswert, da man von jeder Position aus mit
wenigen Flossenschlägen den zentralen Ladeschacht erreicht,
über den man das Innere verlassen kann.
Gewiss gibt es noch eine Unzahl weitere Räume, die betauchbar
sind, aber um wirklich alles zu sehen, dürften auch 10
Tauchgänge noch zu wenig sein. Aber man kann ja schließlich wiederkommen
und muß nicht versuchen, alles auf einmal zu sehen. So hätte
diesmal, nicht allein wegen der ungünstigen
Strömungsverhältnisse, ein Besuch des Umfelds des Wracks mit
den beiden Lokomotiven zuviel Zeit gekostet. Aber wie
gesagt, man kann ja wiederkommen. |
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Flugabwehrgeschütz am Heck der
Thistlegorm |
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LKW im Laderaum des Vorschiffs |
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Die gewaltige Ankerwinde |
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Besondere Tauchgänge erfordern manchmal
besonderen Einsatz. Besonders, wenn man mal wieder zwei
Tauchplätze auf einmal auf dem Programm hat. Wie zum
Beispiel in Eel Garden. Der dortige Canyon liegt abseits der
normalen Tauchroute und überdies in gut 35 Metern Tiefe.
Überaus eng, verwinkelt und mit Löchern im Boden, die die
wahre Tiefe des Canyons nur ahnen lassen. Dem Besuch des
Canyons folgte ein Freiwasseraufstieg auf 10 Meter Tiefe und
etwa 15 Minuten Gepaddel durch nichts als Wasser. Gut, der
Grund war schemenhaft zu erkennen, ein paar Fische waren um
uns herum und über uns die Sonne, aber sonst nur Wasser und
Flossen. Bis schließlich eine senkrechte Wand auftauchte,
die zum Tauchplatz Shark Observatory gehörte. Den Namen
trägt der Tauchplatz, weil vom gut 20 Meter über dem Wasser
liegenden Plateau aus Haie beobachtet werden können.
Jedenfall,s wenn sie denn da sind. Diesmal waren sie es
nicht, obwohl dieser Wandertag von Tauchgang gute Chancen,
speziell während des Freiwasserteils, für Haisichtungen
geboten hatte. Leider waren die Haie weniger interessiert.
Die nachfolgenden Tauchgänge an Ras Za'atar und Ras Ghozlani
waren mit leichter Strömung versehen und gingen nach dem
Motto; "Immer an der Wand lang...."
Anschließend erreichte die Voyager eine malerische Bucht, in
der man einen wirklich traumhaften Sonnenuntergang genießen
konnte.
Aber damit war dieser Tauchtag noch nicht
zu Ende. Denn das Schiff hatte direkt an einem der besten
Nachttauchplätze festgemacht. Und der hatte tatsächlich
einiges zu bieten. Von jagenden Rotfeuerfischen, über die
Schlafstätten von Papageifischen bis hin zu Haarsternen,
Garnelen und einer wirklich stattlichen Muräne. |
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Lauernd, regelrecht
hypnotisierend |
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und plötzlich
unglaublich schnell! |
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Nach diesem recht ausgiebigen Tauchtag
mit insgesamt 4 Tauchgängen machte sich die Ghazala Voyager
noch vor dem Wecken auf den Weg zur Straße von Tiran. Die
dortigen Tauchplätze sind berühmt für gute Sichtweiten,
tollen Bewuchs und guter Chance auf Großfische. Allerdings
auch für Wellen und Strömungen. Doch nicht so an diesem Tag.
Bestes Wetter, strahlende Sonne, kaum Wind und ein wirklich
spiegelglattes Meer empfing uns. Und entsprechend ruhig
glitten die Zodiacs über die Wellen Richtung Jackson Riff.
So ruhig, dass sogar Filmen während der Fahrt möglich war.
Doch unter Wasser zeigte das Meer ein anderes Gesicht und
erwartete uns mit einer moderaten Strömung, die kurz vor dem
nördlichen Ende des Riffs noch einmal richtig anzog. Leider
war der wirklich große Napolenfisch etwas zu tief. Zwar war
er immer noch gut zu sehen, aber zu weit weg für die
Kameras. Richtig Spaß machte es dann noch einmal, als die
Strömung uns mit zunehmendem Tempo auf's Nordplateau trieb
und sich dort auflöste. Mitten zwischen den schönsten
Korallen. |
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Für den zweiten Tauchgang war mal wieder
etwas besonderes geplant. Ein, Ras Goma genanntes Riff, das
zwischen Woodhouse und Jackson Riff liegt.
Von der
Nordspitze des Woodhouse stößt man in 25 Meter Tiefe auf ein
Riff, das schräg aufs Jackson Riff zuläuft. Um aber zum
Jackson Riff zu gelangen, muß man in 30 bis 35 Meter Tiefe
queren. Wobei aber im gesamten Bereich von Ras Goma mit
starker Strömung zu rechnen ist.
Nun, diesmal war die
Strömung gnädig, was dem Tauchgang zu Gute kam. Aufgrund der
außergewöhnlichen Lage und Strömungsverhältnisse ist dieser Tauch-gang, der beim Woodhouse Riff beginnt und über dieses
tiefe Riff zum Jackson Riff führt, eine Angelegenheit, die
nur von erfahrenen Tauchern angegangen werden sollte.Allerdings ist ein gemütlicher Tauchgang
am Woodhouse Riff auch nicht zu verachten. In jedem Fall
bequemer, ebenso sehenswert und eine wirklich gute
Alternative zum Ras Goma Action Dive.
Der letzte Tauchgang des Tages führte zur South Lagoon
Outside. Nachdem die Voyager bereits auf der Innenseite des
Wracks den Liegeplatz für die Nacht belegt hatte, bedeutete
dies eine etwas längere Zodiacfahrt zum Tauchgebiet. Aber
bei dem immer noch spiegelglatten Meer mehr ein Vergnügen
als lästige Notwendigkeit.
Auch die South Lagoon präsentierte uns eine nette Strömung
die Flosseneinsatz größtenteils überflüssig machte und den
Tauchgang damit zu einem gemütlichen Abschluß des Tages
machte. |
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Spiegelglattes Meer
am Jackson Riff |
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Schneller als man
glaubt |
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Recht zutraulicher
Kugelfisch |
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Bequem in der South
Lagoon |
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Berühmt und berüchtigt ist die Straße von
Tiran wegen der 4 Riffe, Jackson, Woodhouse, Thomas und
Gordon. Diese sind die Spitzen von unterseeischen Bergen,
die aus bis zu 250 Meter Tiefe aufragen und die Engstelle am
Eingang zum Golf von Aqaba zu einer gefährlichen Passage für
Schiffe machen. Für Taucher hingegen zu einem Paradies mit
abwechslungsreichen Tauchgängen, da jedes der Riffe einen
eigenen Charakter hat. So ist das Thomas Riff zwar das
kleinste, für nicht wenige Taucher aber vielleicht das
aufregendste. Das Riff besteht praktisch nur aus Steilwänden
und an seiner Ostseite lockt der Thomas Canyon. Diese Spalte
im Riff beginnt in etwas über 30 Meter Tiefe, ist anfangs
sehr eng und wird mit zunehmender Tiefe breiter. In
unregelmäßigen Abständen bilden Felsbrocken natürliche
Brücken, unter denen man hindurch tauchen kann. Aber schon
beim Ersten erreicht man 40 Meter und der Zweite zwingt
einen schon auf über 50 Meter. Wie gesagt, mag der Canyon
zwar für viele Taucher ein aufregendes Erlebnis und
lockendes Ziel sein, aber weiter oben und speziell in den
Spalten und Grotten der Steilwand gibt es wesentlich mehr zu
sehen.
Ganz anders hingegen das Gordon Riff. Hier findet man
ausgedehnte Sandflächen und einen wirklich fantastischen
Bewuchs. Echte Steilwände gibt es kaum, hier sind es mehr
Steilhänge, über denen ganze Schwärme junger Wimpelfische
und ebenso junger und entsprechend kleiner Drückerfische in
der Strömung nach Nahrung schnappten.
Interessant ist die Untersuchung der Ölfässer, die hier zu
finden sind. Das Öl hat eine feste, gummiartige Konsistenz
angenommen und kann auch angefasst werden. Nur sollte man
aufpassen, dass nichts an die Ausrüstung gelangt und darauf
achten, die Hände noch unter Wasser vollständig zu reinigen.
Denn über Wasser ist das Zeug kaum noch abzukriegen.
Hat man die Ölfässer hinter sich, taucht man gemütlich in
flacheres Wasser über schneeweißen Sand, in dem sich das
Licht der Sonne in den Farben des Regenbogens spiegelt. Und
das einzige, worauf man aufpassen muß, ist, dass man den
Feuerkorallen nicht zu Nahe kommt, die es hier in großer
Zahl gibt.
Spät ist es, als die Voyager die Straße
von Tiran in Richtung Sharm el Sheikh verläßt. Es ist der
letzte Tag der Tour und die Sonne steht schon weit hinter
dem Zenit. Ein wenig Wehmut macht sich breit, bei dem
Gedanken, am nächsten Morgen das Schiff zu verlassen. Doch
noch ist die Tour nicht zu Ende und ein letztes Mal legen
die Zodiacs ab.
Ras Umm Sid, ein Platz direkt an der Küste. Ein Platz, wo
ein Steg zur Riffkante führt und Schnorchler und Schwimmer
ins Wasser gehen. Und ein Platz, der unter Wasser
vielseitiger ist, als es scheint.
Zu Beginn findet man eine Steilwand, an dessen Ende wohl die
größte Ansammlung von Fächerkorallen steht, die sich in
diesem Teil des Roten Meeres finden läßt. Anschließend
beginnt ein Plateau, gespickt mit schlanken und teilweise
bizarr geformten Felstürmen. Und wenn man dann noch einen
seltenen Bogenstirn Torpedorochen findet, hat man einfach nur noch gute Laune.
Und die steigerte sich noch an Bord der Zodiacs. Denn die
recht lange Rückfahrt zur Voyager bot nicht nur abermals
spiegelglatte See, sondern auch den Blick auf eine
traumhaften Sonnenuntergang. Schöner geht's nicht. Und wie
heißt es mit recht; 'wenn's am schönsten ist, soll man
aufhören.....'
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Juwelenbarsch |
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Bogenstirn
Torpedorochen |
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TG |
Datum |
Tauchplatz |
Tiefe |
Zeit |
| 01 |
20.11.2009 |
Ras Kati |
23,0 |
39 |
| 02 |
20.11.2009 |
Yolanda Riff, Shark Riff, Anemone City |
15,5 |
59 |
| 03 |
20.11.2009 |
Last Alternative (Nachttauchen) |
11,0 |
30 |
| 04 |
21.11.2009 |
Dunraven (Wrack) |
28,0 |
52 |
| 05 |
21.11.2009 |
Carnatic (Wrack) |
24,0 |
55 |
| 06 |
21.11.2009 |
Ghiannes D. (Wrack) |
21,5 |
62 |
| 07 |
22.11.2009 |
Rosalie Moller (Wrack) |
36,3 |
40 |
| 08 |
22.11.2009 |
Thistlegorm (Wrack) |
28,0 |
50 |
| 09 |
22.11.2009 |
Thistlegorm (Wrack) |
24,6 |
53 |
| 10 |
23.11.2009 |
Eel Garden, Canyon, Shark Observatory |
37,5 |
61 |
| 11 |
23.11.2009 |
Ras Za'adar |
29,5 |
60 |
| 12 |
23.11.2009 |
Ras Ghozlani |
21,5 |
63 |
| 13 |
23.11.2009 |
Temple (Nachttauchen) |
16,9 |
45 |
| 14 |
24.11.2009 |
Jackson Riff |
35,7 |
59 |
| 15 |
24.11.2009 |
Woodhouse Riff |
26,9 |
63 |
| 16 |
24.11.2009 |
South Lagoon Outside |
16,9 |
53 |
| 17 |
25.11.2009 |
Thomas Riff |
39,8 |
62 |
| 18 |
25.11.2009 |
Gordon Riff |
21,8 |
54 |
| 19 |
25.11.2009 |
Ras Umm Sid |
26,5 |
57 |
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Äußerst empfehlenswert ist es, im
Anschluß an die Tour noch eine Woche in einem guten Hotel anzuhängen.
Ein besonderer Dank für die hier geleistete gute Organisation geht an Barakuda Touristik. Ebenso ein Danke an die Sinai Divers,
die am Ende auch noch für den Transfer von der Tauchbasis
zum Hotel sorgten.
Und wenn ich schon beim Bedanken bin, möchte ich in keinem
Fall die Crew der Ghazala Voyager vergessen, die ständig um
unser Wohlergehen bemüht war. Dabei kompetent, freundlich
und hilfsbereit eine vorbildliche Leistung zeigte. |
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(c) Herbert Haß (Nov. 2009) |
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Spezielle Tauchreisen sind auch
buchbar über Barakuda Tauchreisen |
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siehe:
www.Barakuda.de |
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Das Video zur Tour!
www.bullscreen.de |
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